GPS: ältere Geräte können durch den "Rollover" am 6. April betroffen sein

Was ist der "Rollover" bzw. "GPS-Week-Rollover"?

Die GPS-Satelliten übertragen dem Benutzer das Datum und die Uhrzeit auf Nanosekunden genau. Als das GPS-System im Jahr 1980 jedoch mit der Zeitaufzeichnung begann, wurde für Datum und Uhrzeit ein Zähler eingeführt, der maximal 1024 Wochen (ca. 19,7 Jahre) aufwärts zählen kann. Nach 1024 Wochen springt dieser Zähler auf Null ("Rollover") und die GPS-Zeit zählt wieder vorwärts. Zum ersten Rollover kam es im August 1999. Der zweite Rollover erfolgt am 6. April 2019.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Alle 1024 Wochen startet beim Navigationssystem GPS die Wochenzählung neu. Damit kommen einige ältere Navis und Zeitserver nicht zurecht.

Was sind die Auswirkungen, falls mein Gerät betroffen ist?

Auf betroffenen GPS-Geräten sind nach dem Rollover die Informationen für Datum und Uhrzeit falsch. Diese falsche Uhrzeit wird auch für Zeitstempel in Trackaufzeichnungen, zum Berechnen von Sonnenaufgang und -untergang und für andere Funktionen verwendet, für die richtige Datums- und Zeitangaben erforderlich sind. Allerdings ist die Positionsgenauigkeit davon nicht betroffen. Das Gerät stellt Positionsdaten weiterhin so genau bereit, wie vor dem Rollover.

Betroffene Garmin Geräte

Garmin hat dieses Ereignis bereits seit Jahren erwartet und sich darauf vorbereitet. Tests haben gezeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Garmin-GPS-Geräte den Week-Rollover ohne Probleme bewältigen werden.

Betroffene Raymarine Geräte

Raymarine teilt mit, dass kein Gerät der neueren Generation betroffen ist.  Dazu gehören die Axiom & Element MFDs, Dragonfly, RS150, AR200 und AIS700. Neuere Produkte wie die a / c / e / eS / gS-MFDs, RS130, AIS650 sind ebenfalls nicht betroffen. Darüber hinaus stellt Raymarine eine ausführliche Liste zur Verfügung (klicken Sie auf die Bilder in diesem Artikel).

Wie kann ich vorsorgen?

Halten Sie auf jeden Fall die Geräte-Firmware Ihrer Bordelektronik auf aktuellem Stand. Die Hersteller stellen Updates zur Verfügung, mit denen diesen Problemen reagiert wird.

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